AXA gibt zwölf Milliarden für klimafreundliche Projekte

Auf dem Pariser Klimagipfel am 12. Dezember 2017 verkündete der Versicherungskonzern, dass er bis 2020 zwölf Milliarden Euro in klimafreundliche Projekte investieren will. Außerdem will AXA keine neuen Kohlekraftwerke mehr versichern. Auch das Geschäft mit ölhaltigen Sanden soll künftig keinen Versicherungsschutz mehr bekommen.

Konzernchef Thomas Buberl  sagte: „Wir dürfen nicht nur predigen, wir müssen liefern.“ Eine drohende Erderwärmung von vier Grad Celsius ist für eine Versicherung angesichts der Schäden, die durch extreme Wetterphänomene verursacht werden, nicht hinnehmbar. Sich für das Zwei-Grad-Ziel einzusetzen, sei für AXA keine Last, sondern eine Chance, sagte der Chef der in 64 Staaten tätigen Aktiengesellschaft.

Die niederländische Bank ING gab bekannt, ab 2025 nur noch solche Energieunternehmen zu finanzieren, die maximal fünf Prozent ihrer Produktion aus Kohle beziehen.

Macron fordert die Hilfe der Finanzwirtschaft

Die Ankündigungen sind Teil der Bestrebungen, mit denen Finanzfirmen, Entwicklungsbanken, Staaten, Regionen und Städte dem Pariser Klimaabkommen von 2015 zum Erfolg verhelfen wollen. Das  Abkommen verpflichtet die Unterzeichnerstaaten, die durch klimaschädliche Emissionen hervorgerufene Erderwärmung bis Ende dieses Jahrhunderts auf nur zwei Grad gegenüber dem Niveau vor Beginn der Industrialisierung zu begrenzen.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron möchte nach dem Ausstieg von US-Präsident Donald Trump aus der internationalen Klimapolitik jetzt die Vorreiterrolle übernehmen. Er setzt dabei auch auf die Hilfe der Finanzwirtschaft und machte deutlich: „Wir verlieren den Kampf. Wir kommen nicht schnell genug voran, das ist das Drama.“

UN-Generalsekretär Antonio Guterres rief dazu auf, nicht länger auf „altmodische Energieträger“ wie Kohle zu setzen. Das komme einer „Investition in unseren Untergang“ gleich. Die Weltbank kündigte an, nach 2019 kein Geld mehr für die Erkundung und Förderung von Erdöl und Gas bereitzustellen. Insgesamt wurden zwölf Projekte vorgestellt, die dem Ziel einer CO₂-neutralen Wirtschaft dienen oder armen Ländern beim Anpassen an den Klimawandel helfen sollen. Die südlichen Länder waren bei dem Gipfel unter den rund 60 anwesenden Staats- und Regierungschefs sehr stark vertreten – im Gegensatz zu großen CO₂-Emittenten wie der USA.

Lesen Sie den ganzen Artikel auf http://www.sueddeutsche.de

Einen guten Überblick über die einzelnen Initiativen finden Sie auf Spiegel online.

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