Auf meedia.de berichtet Nils Jacobsen, wie Apple-CEO Tim Cook am „Black Monday“ angesichts des massiven Einbruchs an den Weltbörsen zu einer ungewöhnlichen Maßnahme griff. Er informierte seinen Freund, den CNBC-Marktkommentator James Cramer, per E-Mail über Apples aktuelle Situation in China.

Bereits die Tatsache, dass sich der CEO des wertvollsten Unternehmens der Welt die Zeit nimmt, auf eine Journalistenfrage in dieser Tragweite zu antworten, ist bemerkenswert – normalerweise kommentiert Apple nämlich nie Gerüchte.

Doch Cook tat genau das und folgt damit weiter dem Kurs der vergangenen zwei Jahre und kommuniziert proaktiver im Sinne der Aktionäre. Den Inhalt der Mail las Cramer Zuschauern von CNBC Minuten vor der historischen Handelseröffnung vor, bei der der Dow Jones binnen wenigen Sekunden um mehr als 1000 Punkte abstürzen sollte

Nach Cooks Aussage laufen die Geschäfte in China unverändert gut. Auch der Ausblick sei positiv. Die E-Mail hatte eigentlich wenig Substanz, tat aber ihre Wirkung: Nach einer starken Talfahrt zum Handelsstart stieg die Apple-Aktie an der Wall Street in der Spitze um 18 %. Zahlreiche Medien feiern  die „60-Milliarden-Dollar-Mail“, obwohl zum Tagesschluss ein Minus von 2,5 % blieb und sich auch andere Technologiewerte im Laufe des „Black Monday“ wieder fingen.

DIE WELT weist darauf hin, dass es sich bei der E-Mail um einen Verstoß gegen die Veröffentlichungspflichten eines börsennotierten Unternehmens handeln könnte. Näheres dazu hier.

 

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